Unbedarfte Internet Homepages schaden der Karriere
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Unter dem Titel „Googledigoo - und raus bist du" befasst sich www.faz.net mit dem Internet als reichhaltig sprudelnder Quelle für die Kandidaten-Recherche.

Das Ergebnis, ein Blick auf die Homepage eines Kandidaten gehört heute dazu. 

Die Unbedarftheit, mit der sich mancher Zeitgenosse im Internet in Szene setzt, erstaunt, denn die Online-Vita eines Mitarbeiters oder Kandidaten in spe interessiert längst auch Personalchefs, Arbeitgeber und Personalberater. Vor allem die Personalberater scheinen auf diesem Wege möglichst viel über ihre Kandidaten in Erfahrung zu bringen.

Die Spurensuche im Netz liegt im Trend, wie eine Befragung des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 300 Personalberatungsgesellschaften ergab.

Mehr als ein Viertel nutzt bereits heute das Internet zur Referenzüberprüfung, sammelt Infos zur fachlichen und persönlichen Eignung, zu Referenzen und Freizeitaktivitäten. Mit steigender Tendenz, wie knapp 70 Prozent der Personalprofis zugaben. Und - wenn auch bislang selten - mit bitteren Folgen für die ins Visier genommenen Kandidaten. So bestätigten 26 Prozent, dass sie Kandidaten aufgrund des Online-Checks im weiteren Bewerbungsprozess nicht mehr berücksichtigt hätten. Knapp jeder Zehnte gab an, dass die Häufigkeit zunehme.

Dank klassischer Suchmaschinen und neuer, auf Personensuche spezialisierter Web-Dienste wie Zoominfo.com, Stalkerati.com oder Technorati.com ist die Spurensicherung ein Kinderspiel. Fündig werden die Berater in Zeitungsartikeln, Teilnehmerlisten von Kongressen oder Sportveranstaltungen ebenso wie in den selbst produzierten und eingestellten Beiträgen in den so genannten sozialen Netzen.

Schnelle Treffer garantieren vor allem die als Kontakt- wie Recherchetool bei Personalberatern gleichermaßen beliebten offenen Businessplattformen wie Xing (ehemals OpenBC) oder der amerikanische Konkurrent LinkedIn. Millionen Nutzer haben hier ihr persönliches Profil hinterlegt, legen ihren beruflichen Werdegang ebenso offen wie ihre Freizeitaktivitäten, ihre kulinarischen Vorlieben oder ihre beruflichen oder privaten Kontakte. So manch einer tut freilich des Guten zu viel.

Quelle: http://www.faz.net