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Führungskräfte – Suche im Ausland

Dr. Matthias Mohr, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Heimeier & Partner Management- und Personalberatung wurde zum Vorstandsmitglied der IMD International Search Group bestellt.

Herr Dr. Mohr ist dort insbesondere zuständig für die Sicherstellung der hohen Qualitätsansprüche in der Abwicklung internationaler Mandate und für die Gewinnung neuer Partner in den wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt und insbesondere den ermerging markets.

Seit 1989 ist Dr. Heimeier & Partner Mitglied der IMD International Search Group, einem weltweiten Beraterverbund mit über 150 Personalberatern an über 40 bedeutenden Wirtschaftsstandorten in mehr als 20 Ländern. Über dieses Netzwerk können wir unseren Kunden den gewohnten hohen Qualitätsstandard bei der Besetzung von Führungspositionen weltweit bieten. Das IMD-Netzwerk wurde 1972 als Kooperationsverbund jeweils führender lokaler Gesellschaften gegründet. Der Anspruch an vergleichbare Qualitätsstandards gegenüber allen IMD-Partnern ist hoch. Im Extremfall bedeutet dies, dass ein nicht ausreichend qualifizierter Partner aus dem Netzwerk wieder ausscheiden muss. Der gemeinsam verabschiedete „Code of Conduct" verpflichtet zu Professionalität und Berufsethos. Somit steht die Zugehörigkeit zum IMD-Beraterverbund für Qualität und Internationalität.

Interview mit Dr. Matthias Mohr, erschienen in der Stuttgarter Zeitung

Wie die Suche nach Führungspersonal für das Aus­landsgeschäft funktioniert, wollte Heinz Heine­mann, Ressortleiter Beruf & Karriere bei der Stutt­garter Zeitung, von Dr. Matthias Mohr wissen.

Heinz Heinemann: Baden-württembergische Unter­nehmen sind nicht nur führend im Export, immer mehr gründen auch Dependancen im Ausland. Sollte man die Führungskräfte dafür in Deutschland oder im Ausland suchen?

Dr. Matthias Mohr: Das ist im Grunde genommen zweitrangig, denn gute Führungskräfte gibt es über­all auf der Welt. Man muss aber wissen, dass Unter­nehmen aus Baden-Württemberg — vor allem die großen, meist inhabergeführten Mittelständler — neben der fachlichen Qualifikation ihrer Manager im Ausland einen erheblichen Wert auf die kultu­relle Passform legen. Es ist also entscheidend, ob die gesuchte Person in der Lage ist, sich mit der Fir­menkultur und der lokalen Mentalität ihres Arbeit­gebers in Baden-Württemberg identifizieren und diese im Ausland erfolgreich vertreten zu können. Erfahrungsgemäß entscheidet sich der Mittelständ­ler aus dem Land bei Top-Vakanzen außerhalb Eu­ropas für auslandserfahrene oder zurzeit im Ausland tätige, deutsche Kandidaten.

Heinz Heinemann: Wie findet man Personal für die Chefetage im Ausland?

Dr. Matthias Mohr: Ideal ist es natürlich, das Poten­zial im eigenen Haus zu finden. Das fördert die Motivation des Einzelnen, zeigt der Belegschaft, dass Perspektiven da sind und zeugt von Kontinuität nach außen. Ansonsten muss man sich die Kandida­ten natürlich im Markt suchen. Dies geschieht z. B. durch Anzeigenschaltung in der nationalen und internationalen Presse bzw. im Internet. Gerade das Internet ist für die internationale Suche ein hervor­ragendes Medium, da viele Kandidaten, die im Aus­land leben, die bekannten Provider regelmäßig fre­quentieren. Darüber hinaus liest jeder deutsche Manager im Ausland auch führende deutsche Tages­zeitungen und damit informationshalber auch deren Stellenangebote. Eine weitere Suchmethode ist die gezielte Direktansprache im engeren Branchenum­feld innerhalb des jeweiligen Zielmarktes. Für die ausschließliche Suche von lokalen Führungskräften in einem bestimmten Land nehmen wir die enge Kooperation mit unseren in über 20 Ländern vertre­tenen IMD-Partnergesellschaften in Anspruch.

Heinz Heinemann: Gibt es Unterschiede bei der Suche — muss man in anderen Ländern andere Spiel­regeln beachten?

Dr. Matthias Mohr: Auf jeden Fall! Deshalb sind wir seit 21 Jahren Mit­glied im internationalen IMD-Beraterverbund. Vor Ort, ob in Frankreich, Brasilien, Indien oder China, führen unsere Partner nach intensivem Briefing die Suchaufträge unserer Kunden analog der jeweiligen lokalen Gegebenheiten durch. Damit wird gewähr­leistet, dass nicht nur in der Muttersprache kommu­niziert wird, sondern auch alle kulturellen, arbeits-und sozialrechtlichen, religiösen und ethnischen Aspekte miteinbezogen werden. Trotz aller Erfah­rungen könnte das ein deutscher Berater nicht leis­ten. Selbstverständlich werden die Projekte von uns entsprechend vorbereitet und begleitet.

Heinz Heinemann: Wo sehen Sie die „Emerging Markets " für junge Nachwuchskräfte? In welchen Ländern und Branchen sind die Karrierechancen am größten?

Dr. Matthias Mohr: Die „Emerging Markets" der Stunde sind natürlich Indien und China, in denen baden-württembergische Industrieunternehmen teil­weise schon seit Jahren, aber weiter zunehmend, tätig sind. Allerdings sind bei den Projekten, die wir für diese Länder betreuen bzw. durchführen, nur wenig Chancen für junge Nachwuchskräfte. Fakt ist, dass gerade der Mittelstand meist erfahrene Fach-und Führungskräfte benötigt, um dem Auslandsge­schäft den nötigen Schub zu geben. Junge Men­schen mit nur wenig Berufserfahrung und dem ein oder anderen Auslandspraktikum würden sich dabei schwer tun. Deshalb ist für eine Nachwuchskraft, die ernsthaft vorhat, für einige Jahre ins Ausland zu gehen, die Bewerbung bei einem internationalen Konzern der sicherere Weg. Hier sind die Möglich­keiten wesentlich breiter, was Verwendung, Interes­sen und individuelle Fähigkeiten betrifft. Eine mehr­jährige Berufstätigkeit im Ausland ist aus meiner Sicht nach wie vor unbezahlbar.